Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

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eXpLoSiVe
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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von eXpLoSiVe » So 29. Nov 2009, 21:54

Sprachtot hat geschrieben: Ich hoffe du hast mir nicht gerade unterstellt das ich jemandne Beleidige, was ich nicht getan habe, ich verachte Leute die unfähig sind 2 Sätze ohne Englische Sätze zu bilden.
Nein habe ich dir nicht untertellt.
Das Problem bei "Liquid Democrazy" war, dass ich das Wort nur als feststehenden Begriff kenne und deswegen ihn nicht auf Deutsch schreiben konnte.

Bestätigt zwar deine Aussage, dass Leute unfähig sind 2 Sätze ohne Englisch zu bilden, aber es war nunmal der Fall.
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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von Sprachtot » So 29. Nov 2009, 22:00

eXpLoSiVe hat geschrieben:
Sprachtot hat geschrieben: Ich hoffe du hast mir nicht gerade unterstellt das ich jemandne Beleidige, was ich nicht getan habe, ich verachte Leute die unfähig sind 2 Sätze ohne Englische Sätze zu bilden.
Nein habe ich dir nicht untertellt.
Das Problem bei "Liquid Democrazy" war, dass ich das Wort nur als feststehenden Begriff kenne und deswegen ihn nicht auf Deutsch schreiben konnte.

Bestätigt zwar deine Aussage, dass Leute unfähig sind 2 Sätze ohne Englisch zu bilden, aber es war nunmal der Fall.

democraCy mit C.... soviel zum falschen Englisch, außerdem kann man Begriffe auch umschreiben, erspart einem englische Wortblasen
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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von Raccoon » So 29. Nov 2009, 22:04

Sprachtot hat geschrieben:@ Raccoon, stehen sie auch nicht, aber sie gehören nicht in unserer Sprache! Ach du nimmst also lieber ein total falsches englisches Wort statt ein längeres deutsches Wort zu nehmen?
So siehts aus ;)
Ich weiß, dass es kein richtiges Wort ist und lache auch immer wieder gerne Leute aus, die irgendwelche Amis nach ihrer handy number fragen, aber das ist doch letztendlich ihr Problem.^^ Aber Handy ist nunmal ein Wort, das wir hier benutzen, auch wenn es eher für eine Eigenschaft einer Sache steht als für diese selbst. Ich weiß gerade nicht, wie ichs erklären soll, natürlich ist es sinnlos, aber bei Dialekten fragt doch auch niemand nach dem Sinn? Und erzähl mir nicht, dass die unsere Sprache verschönern. :D
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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von eXpLoSiVe » So 29. Nov 2009, 22:05

Sprachtot hat geschrieben: democraCy mit C.... soviel zum falschen Englisch, außerdem kann man Begriffe auch umschreiben, erspart einem englische Wortblasen
Solche Fehler kann man aber auch im Deutschen machen. (Man könnte liquid democraCy mit delegierte Demokratie umschreiben..da stellt sich aber mir die Frage, in wie weit Demokratie und delegiert überhaupt Deutschen sind...)
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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von Sprachtot » So 29. Nov 2009, 22:10

Raccoon hat geschrieben:
Sprachtot hat geschrieben:@ Raccoon, stehen sie auch nicht, aber sie gehören nicht in unserer Sprache! Ach du nimmst also lieber ein total falsches englisches Wort statt ein längeres deutsches Wort zu nehmen?
So siehts aus ;)
Ich weiß, dass es kein richtiges Wort ist und lache auch immer wieder gerne Leute aus, die irgendwelche Amis nach ihrer handy number fragen, aber das ist doch letztendlich ihr Problem.^^ Aber Handy ist nunmal ein Wort, das wir hier benutzen, auch wenn es eher für eine Eigenschaft einer Sache steht als für diese selbst. Ich weiß gerade nicht, wie ichs erklären soll, natürlich ist es sinnlos, aber bei Dialekten fragt doch auch niemand nach dem Sinn? Und erzähl mir nicht, dass die unsere Sprache verschönern. :D

Dialekte? Das ist Sprachkultur pur, vielleicht hören sich einige nicht schön an, für einige andere, aber ich beherrsche zum Beispiel noch Teilweise Plattdeutsch, das gehört auch zur deutschen Sprache.

http://www.deutsch-plattdeutsch.de/modu ... icle&sid=9

@ eXploSiVe

delegieren ist ein deutsches Wort

Demokratie ist ein eingedeutsches Wort zusammengesetzt aus Demos und Kratia aus dem griechischen, somit hat es sich vom Wortstam entfernt mit gleichbleibender Bedeutun, democracy hat übrigens den gleichen Wortstamm also wozu dann ein englisches Wort für das gleiche benutzen?
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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von Ragnar » Mo 30. Nov 2009, 01:28

Sprachtot hat geschrieben:Ich bin stolzer Deutscher seit Generationen, lediglich mit einem franzözischen Zweig, der relativ kurz ist und in Deutschland startete. Nationalstolz ist etwas was uns Deutschen aberkannt wird, ihr hatte ja Hitler, aber ich lass mir diese Schuld nicht aufdrücken, ich bin Deutscher ohne Schuld.


Hat irgendwer Gegenteiliges behauptet? Du bist genausowenig verantwortlich wie ich- also, cool down...:)*gg*

Deutschland ist zum Teil eine Kultur, deutsche Kultur! Wir haben Tugenden! Das ist Deutschland!


Wir haben Tugenden,- das ist Deutschland? Unsere Tugend ist Deutschland?
Also erst einmal hatte Deutschland nie eine einheitliche kulturelle Prägung, wie es bsplw. in Frankreich der Fall war. Im Grunde war es jene Einheit, um die sich das Heilige Römische Reich über Jahrhunderte befehdet hat. Größtenteils war dies eine Zweckgemeinschaft, die auf Machtverhältnisse jeglicher Art fußte- von Einigkeit war da noch überhaupt nichts zu spüren.
Das was Du als "kulturstiftend" begreifen könntest, war erst das Deutsche Kaiserreich. Inwiefern jenes Tugenden derart vertreten hat, dass jene bis heute überdauert haben, mag jeder selbst entscheiden. Faktisch spielte die regionale Prägung noch in der Nachkriegszeit eine wesentlich größere Rolle, (preußische, hanseatische Tugenden)-- heute ist davon nicht mehr viel zu spüren, es sei denn, man lacht sich bei RTLs "Schwiegertochter gesucht!" über den leicht schusseligen 50jährigen Ostfriesen tot, der immer noch bei Mami lebt-- der Ostfriese ist überhaupt ein Kulturgut an sich.
Hört mir auch mit eurem Geheule über einen "korrupte" Regierung, über "Liquid Democrazy", was auch immer das heißen soll, flüßige Volk verrückt? Das ist noch nichtmal richtiges Englisch. Wozu haben wir unsere deutsche Sprache? Wir brauchen keine Anglizismen um uns auszudrücken!
Natürlich brauchen wir das theoretisch nicht. Genauso müsste auch theoretisch kein Franzose Englisch lernen- de facto mögen das die Franzosen immer noch nicht so sehr. Aber solche Sprachenmischungen sind ganz gewöhnlich und die findest Du in jeder Epoche- Deiner Logik folgend (der deutschen Geschichte und Kultur nach) müssten wir hier eher noch alle fließend Latein sprechen, denn Deutsch- letzteres war vor Jahrhunderten noch ein Kauderwelsch, der regionalen Unterschieden teils größter Coleur ausgesetzt war. Das was die deutsche "Kultur", wie Du es nennst, im Wesentlichsten beeinflusst hat, ist ihre christliche, überwiegend katholische Prägung. Die urdeutsche Sprache gab es nie.
Später war dann das Latinum immer noch Sprache der Gelehrten, hat sich aber mehr und mehr mit dem Französischen vermischt, weil jenes am weitesten verbreitet war. Schau Dir doch mal Texte von Kant, Schopenhauer oder Nietzsche an- gerade bei letzterem begreifst Du bestimmte Gedanken gar nicht, wenn Du seine wohldosierten lateinischen Einwürfe nicht verstehst.
Das ist es was ich ein der neu-deutschen Gesellschaft regelrecht verachte, das verleumden der eigenen Sprache und das Ersetzen von deutschen Wörtern durch, meist nicht mal korrekte, englische Begriffe!
So what? *gg* Das war immer so und das wird auch immer so bleiben, so lange Völker Handel treiben- dieser hat immer was mit Kommunikation zu tun,- manchmal ist jene auch der einzige Wert, der vermittelt wird. Die Tatsache, dass Sprachen sich vermengen, ist keine Neuigkeit, sondern einfach Teil ganz normaler Entwicklung der Völkerwanderung, des Handels-- ja, des menschlichen Fortschritts. Die intellektuelle Fähigkeit, sich zu verständigen, ist eine der größten Chancen unserer Zeit. Auf der anderen Seite aber auch eine große Bedrohung,- aber alles hat seine Kehrseite.
Ich sage nicht das meine Grammatik korrekt ist, aber ich schaffe es, im Sinne meiner Nationalität, benutze ich die mir gegebenen Sprache!
Bei dem Satz könnte man ja fast meinen, die letzte Feststellung sei absichtlich platziert worden *g*.
Ich bin kein Freund von zwanghaften Anglizismen, aber auch keiner von ebenso zwanghaften Eindeutschungen. Aber darum geht es hier auch nicht- es geht um eine okkulte, nicht zu erahnende Form der Ideologie, auf die Du Dich berufst- wobei Dir offensichtlich nicht so hundertprozentig klar ist, was genau das ist, worauf Du Dich berufst. Aber damit illustrierst Du eines der größten Traumata des Vereinten Deutschlands. Ein Prof von mir sagte mal- Auf der Suche nach der Identität,- auf nach Afrika-- das ist zwar eine sehr kurzsichtige Interpretation der Kolonialgeschichte (die jedes andere große europäische Land genauso betrifft), aber die kulturelle Analyse ist gar nicht mal so falsch.
Bei dem verzweifelten Versuch, die Landesidentität zu definieren, landet man stets immer wieder bei der deutschen Sprache und sieht jene in Gefahr, (was vollkommen lächerlich ist),- aber jeder Nadelstich in eine ganz dünne (gewissermaßen noch "junge") Haut ist eben schmerzhaft.
Das zeigt nur, wie wenig sinnvoll es im Allgemeinen ist, seine Identität über Nationalstolz zu definieren.
In diesem Sinne - Deutschland heillig Vaterland!
In dem Zusammenhange fällt mir gerade ein Zitat des kürzlich Verstorbenen ein:- "Ich will nicht wiedervereinigt werden"... Im gewissen Sinne kein schlechter Hinweis- "jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört" ist grundsätzlich kein Gedanke, den die Geschichte bestätigen würde. Aber mit "heilig" bist Du auf dem richtigen Wege.
Thilo258
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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von Thilo258 » Mo 30. Nov 2009, 16:55

Also ich bin stolz ich zu sein, also ein Lebender Mensch. Das ist wohl die beste antwort. Stolz auf ein LAnd zu sein, hmm ist man Stolz drauf, zählt man leicht als Nationalist, ist man dagegen zählt man leicht als Antideutsch. Beides ist scheiße Meiner Meinung.

Wenn man in nem land lebt wie Deutschland, hat das Vorteile und Nachteile, desweiteren kommt es auf den Ort an wo man lebt und die eigene Lebenseinstellung. Z.b. ich persönlich lebe im OSten, wir haben hier in der Stadt viel mit Nationalisten zutuhen, die ich bis zur Pest hasse und auch bekämpfe. Aber das heißt nicht das ich das Land hasse. Ich find Deutschland an sich gut, aber stolz drauf zu sein ist schwachsinnig. In andern Ländern ist das meißtens nicht anders.

Viele länder haben lassten zu tragen, aus der Vergangenheit und werden Heutzutage darüber noch bewertet. (Deutschland = Nazis).

Ums nochmal anders auszudrücken.

Ich bin froh in Deutschland geboren zu sein, aber stolz darrauf bin ich nicht.
Ich finds gut in Deutschland zu Leben, aber Stolz darauf bin ich nicht.
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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von Lord Thorir » Di 15. Dez 2009, 01:31

Man muss sich endlich davon lossagen, alles mit dem Nationalsozialismus zu vergleichen.
Wir können doch „Stolz“ sein, dass er vorbei ist.
Meines Erachtens nach kann man auch „Stolz“ darauf sein das in Deutschland Menschenrechte als Grundbaustein der Gesellschaft genommen werden. Meinetwegen kann man auch „Stolz“ darauf sein das hunderte Jugendliche in ihrem Wahn die Politik zu verändern Autos anzünden und Steine auf andere werfen. „Stolz“ können wir auch sein, dass unsere Sprache so viele Einflüsse hat und wir damit immer Kommunikaitonsfähiger werden, gegenüber der restlichen Welt. Warum nicht auch „Stolz“ auf unsere großen Lobbys die WIR so mächtig machen, dass sie sich Politiker kaufen können.

Das einzige worauf wir nicht stolz sein sollten ist, dass wir immer mehr Verantwortung aufnhemen und imme rmehr die Fähigkeit verlieren sie zu tragen. Wir wollen alle etwas verändern, wir haben alle Pläne von einer besseren Welt und merken dabei nicht wie uns alles andere aus den Händen gleitet. Es ist gut wenn viele Leute neue Ideen haben, aber das keiner von ihnen zuhört um andere Meinungen zu sehen und zu Vergleichen, das macht alles wieder kaputt. Wir beschweren uns über so viel und sind meistens selbst Schuld daran.

Denn wir können auch „bedauern“, dass wir nicht in der Lage sind Menschenrechte national und international durchzusetzen. „Bedauern“, dass diese Jugendlichen mit ihren Ideen so ausgegrenzt werden, dass Gewalt ihr einziges Mittel ist sich gehör zu verschaffen. Es ist auch zu „bedauern“, dass wir jede Sprache missbrauchen und kaum jemand Wert auf Grammatik oder Rechtschreibung legt. Oder wir könnten „bedauern“, dass wir zu unfähig sind unser demokratisches System so zu gestalten, dass Korruption überhaupt möglich ist.


„Ein Patriot ist jemand, der sein Vaterland liebt, ein Nationalist ist jemand, der die Vaterländer der anderen verachtet.“ (Johannes Rau)

<<Patriot
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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von Misha » Di 15. Dez 2009, 18:02

Ich finds n bisschen merkwürdig dass ihr euch hier über Sprachen und Dialekte am streiten seid...
Warum macht man sich über die Sprache Gedanken, wenn es so viel schlimmere Probleme im modernen Deutschland gibt?
Und zum Thema Kultur:
Die Britische Kultur ist der unseren wesentlich ähnlicher als z.b. die Türkische, trotzdem gibt es immer mehr (Bio)deutsche, die Begriffe wie "Yallah" oder blah übernehmen. Dass stört wiederum niemanden, dass sind ja auch Muslime, zu denen muss man nett sein.
Aber wenn ich diese negativen Bemerkungen über Anglizismen höre, kommt mir jedesmal das Bild dieser einen Talkshow in den Sinn, wo sich ein 60jähriger über die Verschandlung der deutschen Sprache, der Kultur usw ausgelassen hat. Unter anderem fielen natürlich Sätze wie "Die heutige Jugend lässt jeden Respekt vermissen, dass war damals bei uns nicht so" - natürlich im Zusammenhang mit der Verwahrlosung unserer "grossen deutschen Geschichte". Mal ehrlich:
Who cares?
Und dass ^ war bewusst.
Ich persönlich benutze oft Anglizismen oder andere Lehnworte, z.b. aus dem Italienischen, Spanischen, auch Russisch kommt ab und zu aus meinem Mund.
Es kümmert niemanden.
Ausser gewissen radikal-konservativen Elementen natürlich...
Sind wir so selbstzufrieden geworden dass wir alles schlechte nur noch bei anderen suchen?
dass alles hat doch mit der Sprache überhaupt nichts zu tun.
Sprache ist ein Mittel der Kommunikation, und Kommunikation ist nie was schlechtes.
Ich finde es auch schade dass der Wortschatz der jüngeren Generation immer weiter nachlässt.
Dass schliesst mich mit ein. Manchmal muss ich einfach Englische Worte benutzen, weil ich das Deutsche Äquivalent gar nicht kenne.

Und ne Anmerkung zum Begriff Democrazy...
Unwissend hat Chris hier einen realen Begriff der Englischen Strassensprache aufgegriffen, democrazy steht hier für eine Verbindung der Worte democracy und crazy... relativ offensichtlich
Damit ist gemeint, dass viele Entscheidungen der dortigen (und hiesigen) Politik für normale Menschen oft unsinnig, unverständlich oder schlicht und ergreifend falsch erscheinen.

Und auch toll fand ich den Kommentar
"Ich hoffe du hast mir nicht gerade unterstellt das ich jemandne Beleidige, was ich nicht getan habe, ich verachte Leute die unfähig sind 2 Sätze ohne Englische Sätze zu bilden."

also willst du niemanden beleidigen, tust es aber direkt danach?
hmm...
Und unsere wunderschöne deutsche Sprache hast du auch noch nicht so ganz drauf :3

Naja, ich mache an dieser Stelle mal Schluss.
Guten Abend noch :)
Lasst die Welt doch untergehn, Ich steh auf der Kante und tanz in den Tod!
Du warst der erste, Misha - Becky

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Re: Bist du stolz Bürger deines Landes zu sein?

Beitrag von Ragnar » Mi 16. Dez 2009, 12:54

@Misha:

Die Sache mit der Sprache stellt den urdeutschen Konflikt sehr gut heraus; im Gegensatz zu diversen Behauptungen, gibt es keine einheitliche Kultur. Und es gibt auch keine "deutschen Werte", oder besser gesagt "deutsche Konstante", die auf eine glorreiche einheitliche Geschichte verweisen, wie es bsplw. mit dem britischen Empire der Fall wäre. Das ist ein typisch-deutscher Konflikt, der gerade bei Nationalisten ein Vakuum entstehen lässt, das gerne mit der Erhaltung der deutschen Kultur (=Sprache) gefüllt wird.

Aber irgendwie scheint die Frage der Erhaltung der Sprache mittlerweile auch auf andere Bevölkerungsteile, nicht nur Nationalisten, übergegriffen zu haben. (Man beschaue das Beispiel Bastian Sick, der nicht nur mehr oder weniger lustige Rechtschreibfehler aufdeckt, sondern sich auch gegen Anglizismen äußert und die Sprache als etwas "Konstantes" betrachten möchte, was jedem Sprachwissenschaftler die Fremdschämröte ins Gesicht treibt).
Es mag etwas vermessen sein, zu sagen, dass der Erfolg Bastian Sicks viel mit der Suche nach nationaler Identität zu tun hat- aber genau das glaube ich. Sprache war ja nun nie etwas konstant Gleichbleibendes; ansonsten hätte sie sich nie so entwickelt.
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